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Aus für Roaming

von R.Wieland (Kommentare: 0)

Parlament beschließt das Ende von Roaming-Gebühren

Quelle: Europäische Union 2017

"Die Stimme der Europäer wurde gehört. Die Abstimmung heute ist das Ergebnis intensiver Bemühungen, die Roaming-Gebühren abzuschaffen und ein offenes Internet zu schaffen", so Andrus Ansip, Kommissionsvizepräsident und zuständig für den digitalen Binnenmarkt. Damit gehören teure Gebühren und die Buchung von Zusatztarifen im EU-Ausland bald der Vergangenheit an: Künftig zahlen EU-Bürger für ein Handygespräch in einem anderen Mitgliedstaat denselben Preis wie zu Hause. Dies gilt auch für SMS-Versand und das Surfen im Internet. Dem zugrunde liegt ein Kompromiss, den das EU-Parlament nun gemeinsam mit den Mitgliedstaaten billigte. Die EU legte eine Obergrenze von 3,2 Cent pro Minute für Anrufe und 1 Cent für SMS fest, welche heimische Telefonbetreiber dem Auslandsanbieter dafür zahlen, damit dessen Kunden das ausländische Netz nutzen. Zusätzlich enthält die Neuregelung auch eine Missbrauchsklausel. Damit soll verhindert werden, dass z.B. ein in Deutschland lebender Verbraucher einen günstigeren Vertrag in einem anderen EU-Mitgliedsstaat abschließen kann. In der Vereinbarung wird zudem die Netzneutralität im EU-Recht verankert: Nutzer erhalten freien Zugang zu den Inhalten ihrer Wahl, eine ungerechterweise Blockierung oder Drosselung der Surfgeschwindigkeit ist verboten, ebenso wie ein bevorzugter Zugang gegen Bezahlung. Dies ist ein weiterer Schritt zu einem offenen, digitalen Binnenmarkt in Europa.

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