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Anti-Dumping durch Waren aus Drittstaaten

von R.Wieland (Kommentare: 0)

Schutz der Waren aus der EU

Als Ziel gilt dabei die Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken von Drittländern, deren Regierungen stark in die Wirtschaft eingreifen. Die Handelsregeln der EU verlangen von Handelspartnern und Erzeugern außerhalb der EU, dass sie die internationalen Arbeits- und Umweltstandards einhalten. Am 3. Oktober wurde eine informelle Vereinbarung zwischen den Abgeordneten des Europäischen Parlaments und den Verhandlungsführern des Rates erzielt, die jedoch erst nach Billigung durch das Plenum in Kraft treten kann.

Diese Vereinbarung stellt sicher, dass EU-Unternehmen keine zusätzlichen Beweise dafür vorlegen müssen, dass ihre Konkurrenten aus Drittstaaten Dumpingware auf dem EU-Markt absetzen und dass Antidumpingverfahren den wirtschaftlichen und handelspolitischen Erfordernissen kleiner und mittlerer Unternehmen in der EU Rechnung tragen. Darüber hinaus werden die Gewerkschaften der EU die Möglichkeit haben, bei Entscheidungen über handelspolitische Schutzmaßnahmen mitwirken zu können. Getroffen werden musste diese Vereinbarung, da es für Unternehmen in der EU äußerst schwer ist, mit Billigimporten aus Drittländern zu konkurrieren, die überschüssige Produktionskapazitäten haben und deren Ausfuhren subventioniert sind. Diese neue Vereinbarung ermöglicht der EU, auf solche unlauteren Handelspraktiken zu reagieren und die betroffenen Einfuhren gezielt zu behandeln.

 

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