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Lux Filmpreis- Gewinner „Sami Blood“

von R.Wieland (Kommentare: 0)

10 Filme, 28 Länder, 1 Preis

Der Parlamentspräsident Antonio Tajani hatte die Ehre, das Siegel zu brechen und den Gewinner des diesjährigen LUX-Filmpreises zu verkünden. Die Entscheidung der Abgeordneten fiel auf die schwedisch-norwegisch-dänische Koproduktion „Sameblod“ (Originaltitel), in der die 14-jährige Elle Marja, die das Dasein in einem repressiven schwedischen Internat in den 1930er-Jahren satt hat, von einem Aufbruch in ein neues Leben träumt.

Tajani betont in seiner Rede die Bedeutung der europäischen Filmproduktion. Sie soll weiterhin als Vorreiterrolle die Erhaltung der europäischen kulturellen Identität fördern. Der europäische Film darf nicht durch seine vielen wenig gesprochenen Sprachen an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Gerade dies sollte zur Wahrung der kulturellen Diversität beitragen. Der LUX-Filmpreis ist ein Preis, der für Kultur und industrielle Wettbewerbsfähigkeit steht. Zudem lobte Tajani die Verarbeitung der aktuellen europapolitischen Themen.

Auch der zweitplatzierte Film „BPM (Beats Per Minute)“, der im Paris der frühen 1990er Jahre spielt und sich um eine Aktivistengruppe dreht, setzt sich mit einem sehr konfliktiven Thema auseinander. Die französische Aktivistengruppe kämpft gegen die gesellschaftliche Ignoranz im Hinblick auf AIDS. Der drittplatzierte Film „Western“, eine deutsch-bulgarisch-österreichischen Koproduktion, behandelt die Themen der Wirtschaftsmigration und der Mobilität von Arbeitnehmern. Hier stehen eine Gruppe deutsche Arbeiter, die auf einer Baustelle im bulgarisch-griechischen Grenzgebiet eingesetzt sind, in Konkurrenz um die Gunst der Dorfbewohner.

 

Hintergrund:

Jedes Jahr verleiht das Europäische Parlament den LUX-Filmpreis um die europäische Kino- und Filmkultur zu fördern. Dabei werden Filme zu aktuellen europapolitischen Debatten gezeigt, um das Massenmedium Film zu nutzen um den Bürgern Europa und seine Zukunft näher zu bringen. Für die CDU/CSU-Gruppe ist die Verleihung des LUX-Filmpreises eine Auszeichnung für den europäischen Film als Kulturgut. Der LUX-Filmpreis steht für die kraftvolle und kreative Entwicklung des europäischen Films. Der LUX-Filmpreis wird seit 2007 jährlich verliehen. Der Prozess erstreckt sich über sechs Monate und beginnt im Juni, wenn ein Entscheidungsgremium aus den eingereichten Filmen zehn aussucht und diese im Juli auf dem internationalen Karlovy Vary Filmfestival bekannt gibt. Aus diesen werden anschließend die drei Finalisten ausgewählt, die mit Untertiteln in den 24 offiziellen Sprachen der EU in den Mitgliedstaaten ausgestrahlt werden. Eine finale Entscheidung treffen schließlich die EU-Abgeordneten in Straßburg.

 

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