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Ausstieg der USA aus dem Pariser Abkommen: Auf Worte müssen Taten folgen

von R.Wieland (Kommentare: 0)

Europa muss handeln

„Die Botschaft, wirtschaftliche Interessen über unsere Verpflichtungen gegenüber unserem Planeten zu stellen, ist gefährlich“, so die Vorsitzende des Umweltausschusses Adina-Ioana Vălean. Europa muss nun handeln, damit es eine Zukunft für das Pariser Abkommen geben wird. Die Vereinigten Staaten von Amerika waren zwar bisher mit an vorderster Front in Sachen Klimaschutz, doch in Zusammenarbeit mit anderen Ländern und einer aktiven Klimadiplomatie können wir in Europa auch ohne diese Unterstützung viel bewegen. Wir werden uns nun einer großen Herausforderung gegenübergestellt sehen - diese können wir mit aktiven Handlungen und einer zukunftsorientierten Sichtweise begegnen. Außerdem muss eine rasche Antwort auf die Frage des zukünftigen Vorgehens im Rahmen des Pariser Abkommens geliefert werden: Auch aus der ökonomischen Sicht ist dieser Ausstieg fatal und kann viele Veränderungen nach sich ziehen. Die europäische und die US-Wirtschaft sind intensiv miteinander vernetzt; unterschiedliche Anforderungen an Umweltstandards können daher Wettbewerbsverzerrungen mit sich bringen, deren Ausmaß noch nicht abzusehen ist.

(Hintergrund: Die europäische Kommission hat zu Beginn des Jahres 2008 ein Klimaschutz-Paket vorgestellt, welches ambitionierte Klimaschutzziele bis 2020 beinhaltet und Ende 2008 verabschiedet wurde. Mit der Strategie zum Klimawandel und den darin vorgesehenen Maßnahmen will die Union die Erwärmung der Erde auf 2°C begrenzen.  Ehrgeiziges Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 den Ausstoβ von Treibhausgasen der Union um 20 Prozent zu reduzieren und den Anteil erneuerbarer Energiequellen auf 20 Prozent zu steigern.  Dazu sind viele einzelne Gesetzgebungsakte in verschiedenen Bereichen auf den Weg gebracht worden, denn Klimaschutzpolitik kann nur als integrierte Querschnittsaufgabe erfolgreich sein.)

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